Erfreuliche Spenden für die "Aktion Añatuya"

Zum 45-jährigen Bestehen der "Aktion Añatuya" gab es zwei erfreuliche Spenden-Ergebnisse. Die Kollekte für das arme Partnerbistum in Nordargentinien in den drei Kirchen in Nütterden, Frasselt und Mehr ergab 579,13 Euro. Der Erlös aus dem Erntedankbasar in der St.-Georg-Grundschule Nütterden betrug 750 Euro. Wenn man sich vor Augen hält, dass aktuell durch die hohe Inflationsrate 51 Prozent der Kinder in Argentinien, sogar in der Hauptstadt Buenos Aires, hungern, kann man ermessen, welcher Segen durch diese Spenden für die Kinderspeisung in der ärmsten Region des Landes, dazu zählt das Bistum Añatuya, ausgeht. Die Spenden werden ohne jeden Abzug durch die Beauftragte der "Aktion Anatuya", die zurzeit in Deutschland weilt, unmittelbar an die bedürftigen Kinder weitergeleitet. Wer helfen möchte, kann seine Spende auf das Konto Anatuya – Stichwort Kinderspeisung – IBAN DE 33 3245 0000 0005 6309 00 bei der Sparkasse Rhein-Maas überweisen. Spendenquittungen erteilt das Pfarramt in Nütterden.

Steyler Missionar ist Bischofskoadjutor von Añatuya

Papst Franziskus hat den Steyler Missionar, Pater José Luis Corral zum Bischofskoadjutor der Diözese Añatuya (Argentinien) ernannt. Er wird damit den erkrankten Bischof José Melitón Chávez, der seit 2005 im Amt ist, entlasten und hat das Recht auf die Nachfolge. Im Kreis Kleve engagieren sich seit Jahrzehnten die Gemeinden in Nütterden, Mehr, Kranenburg, Kellen und Straelen für das arme argentinische Bistum. Der neue Bischofskoadjutor wurde am 12. August 1968 in Córdoba (Argentinien) geboren. José Luis Corral trat 1987 der Ordensgemeinschaft der Steyler Missionare bei und legte am 20. Februar 1989 die erste Profess ab. Er studierte Philosophie und Katholische Theologie und erwarb an der Katholischen Universität Córdoba ein Lizenziat im Fach Religionswissenschaft. 1996 legte Corral die ewige Profess ab. Er empfing am 1. März 1997 das Sakrament der Priesterweihe. Anschließend war Jóse Luis Corral Pfarrer in Tumbaya und Novizenmeister, bevor er 2005 Provinzialrat der Steyler Missionare in Argentinien wurde. Von 2008 bis 2011 war Corall in einer Pfarrei in Venezuela tätig. 2011 wurde er Novizenmeister in Paraguay. Seit 2013 war José Luis Corral Provinzialsuperior der Steyler Missionare für Südargentinien. Am 19. Juli 2019 ernannte ihn Papst Franziskus zum Koadjutorbischof von Añatuya.
Die Bischofsweihe fand am 31, August in Añatuya statt. Die "Aktion Añatuya" gratulierte den neuen Bischof und lud ihn zur Pfarrgemeinde St.-Antonius Abbas in Nütterden ein.

Erinnerung an Bischof Georg Gottau

Rund um den Todestag des Bischofs Georg Gottau aus dem argentinischen Añatuya, der am 24. April 1994 gestorben ist, gibt es regelmäßig Gedenkgottesdienste. So auch im Ortsteil Nütterden der Gemeinde Kranenburg. Schließlich war Gottau erster Bischof des Patenbistums von St. Antonius Abbas in Nütterden, später auch von St. Martinus in Mehr und Motivationsgeber für die immer noch sehr aktive „Aktion Añatuya“. Jener Hilfsorganisation der Pfarre St. Antonius Abbas Nütterden, für die Werner Stalder und seine Frau Elisabeth 42 Jahre lang vom Niederrhein aus Hand in Hand mit Bischof Gottau gearbeitet hatten.
Eine hohe sechsstellige Spendensumme konnten sie für das arme Bistum des verstorbenen Bischofs Gottau zusammentragen, bevor sie die Aktion vor zwei Jahren in jüngere Hände legten, nämlich in die von Hans-Jürgen Jacobs.
Bischof Gottau besuchte seit Anfang der 70er Jahre regelmäßig das Kleverland und hier ganz besonders Nütterden, um über seine Diözese zu berichten und über die Fortschritte, die die vielen Spenden für „seine Armen“, wie er die Argentinier in seinem Bistum nannte, bewirken konnten. Besuche, die auf Gegenseitigkeit beruhten. Auch viele Menschen, die der „Aktion Añatuya“ nahestanden und stehen besuchten und besuchen auch heute noch, 25 Jahre nach Gottaus Tod, Argentinien, um das Hilfsrad „Aktion Añatuya“ weiterhinzudrehen.
Jetzt erinnerten Menschen aus Nütterden bei einem Gottesdienst und einem anschließenden Zusammensein im Pfarrheim an das Leben und Wirken des vor 25 Jahren gestorbenen Bischofs. Dazu hatte Stalder in der Kirche liebevoll Diaprojektionen zusammengestellt mit Stationen aus dem Leben von Bischof Gottau, anschließend wurde noch ein Film gezeigt.
Die Vorabendmesse wurde vom Musikzug der ASG musikalisch mitgestaltet. Pfarrer Jörg Monier, der den Gottesdienst zelebrierte, betete mit den Gläubigen auch um die Seligsprechung Gottaus, da dieser sich in seinem Leben unermüdlich mit selbstloser Hingabe für die Armen eingesetzt habe – der Seligsprechungsprozess wurde im Jahr 2010 eröffnet.
Der Bischof blieb durch die stillen und bewegten Bilder in Erinnerung. So ist er auf den Dias bei seinem ersten Besuch in Nütterden 1974 zu sehen, bei der Segnung der Kreuze für das neue Pfarrheim, bei einer Baumpflanzung und bei seinen vielen, herzlichen Begegnungen mit den unermüdlich für das Projekt agierenden Mitstreitern: die Sternsinger, die Fußballer, die Messdiener und viele andere Gruppen. Gegenbesuche zeigen die großen Fortschritte, die aufgrund der Spendeneinsätze aus Nütterden und dem Niederrhein möglich wurden: Steinhäuser, berufliche Perspektiven, Bildung und Brunnen zum Beispiel.

Jahresgedächtnis für Bischof Gottau in Nütterden

Am 24. April 1994, am Sonntag des Guten Hirten vor 25 Jahren, starb Bischof Georg Gottau aus Añatuya in Argentinien. Er war der erste Bischof des Patenbistums von St.-Antonius Abbas in Nütterden, später auch von St.-Martinus in Mehr. Es bestehen weitere Kontakte im Klever Land und darüber hinaus mit dieser armen südamerikanischen Region. Bischof Gottau besuchte seit 1964 regelmäßig den Niederrhein, um über seine Diözese zu berichten. Nun wird für alle, die sich mit dem Bistum Añatuya und Bischof Gottau verbunden fühlen, am Samstag, 27. April, um 17 Uhr in der Pfarrkirche St.-Antonius Abbas in Nütterden das 25-jährige Jahresgedächtnis gefeiert. Die Vorabendmesse wird vom Musikzug der ASG musikalisch mitgestaltet. Es werden Fotos aus dem Leben von Bischof Gottau gezeigt und um seine Seligsprechung gebetet, da er sich in seinem Leben unermüdlich mit selbstloser Hingabe für die Armen eingesetzt hat. Die Kollekte ist für die „Aktion Añatuya“ bestimmt. Bei einer anschließenden Begegnung im Pfarrheim wird ein Film aus 1991 von einem Besuch des Bischofs in Nütterden aufgeführt. Auch stehen Anekdoten aus seinem Leben auf dem Programm und es werden Getränke serviert. Zur Teilnahme sind alle Interessierten willkommen.

Die Aktion Añatuya trauert um Helmut Weyers

Die "Aktion Añatuya" trauert um Helmut Weyers aus Kellen, der im Alter von 81 Jahren nach langer schwerer Krankheit verstarb. Helmut Weyers war einer der Gründungsväter der Hilfe für das argentinische Bistum Añatuya. Schon 1970 gab er die Anregung, mit einer Patengemeinde in Südamerika Verbindung aufzunehmen. Es wurde ein Arbeitskreis gegründet, und die Anwesenheit des Bischofs von Añatuya in Argentinien, Dr. Georg Gottau, am Neujahrstag 1971 in Kellen wurde zum Anlass genommen, die Anregung konkreter zu besprechen. Der Bischof schlug die Errichtung einer Krankenstation in der Gemeinde Weisburd vor. Durch zahlreiche Aktionen konnte zu Beginn des Jahres 1972 der Bischof 10.615 DM für dieses Projekt entgegennehmen. Helmut Weyers führte die Korrespondenz in spanischer Sprache und engagierte sich unermüdlich für Añatuya. 1990 besuchte er die Diözese, gemeinsam mit vier weiteren aktiven Helfern aus dem Klever Land. Der Verstorbene hat auch durch seine langjährige Mitgliedschaft im Rotary-Club Kleve maßgeblich an großen Hilfsprojekten für das arme Bistum mitgewirkt. So wurde der Nachfolger von Bischof Gottau, Msgr. Antonio Baseotto, Ehrenmitglied des Rotary-Clubs und nahm bei seinen Deutschlandbesuchen am Meeting des Clubs teil. In der Diözese Añatuya gedachten die Menschen dankbar des lieben Verstorbenen in Gottesdiensten.

Das Ehrenwort von Rudi Assauer für die "Aktion Añatuya"

Die Familie der Fußball-Legende Rudi Assauer, der am 6. Februar im Alter von 74 Jahren in Herten starb, wird von ihm in aller Stille Abschied nehmen, während die Fans und ehemaligen Wegbegleiter am Freitag (15. Februar) bei einem Gottesdienst in Gelsenkirchen seiner gedenken werden.
Nach den spektakulären Benefizspielen für das argentinische Bistum Añatuya in Nütterden war es der größte Wunsch des damaligen Beauftragten der "Aktion Añatuya", Werner Stalder, Fußball-Bundesligist Schalke 04 zu einem Spiel zugunsten der armen Region in Argentinien in das Sieben-Quellen-Dorf zu holen. Schließlich waren bereits Borussia Dortmund, Rot-Weiß Essen, MSV Duisburg, NEC Nimwegen, Borussia Mönchengladbach und SG Wattenscheid 09 zu Gast in Nütterden. Da Papst Johannes-Paul II. die Mitgliedsnummer 1 bei Schalke 04 hatte, war es die Idee, eine Sonderaudienz der Mannschaft und des Vorstandes beim Papst zu erreichen, um als Gegenleistung das Benefizspiel zu bekommen. Der Präsident des Bischöflichen Hilfswerkes MISEREOR, der aus Kleve stammende Erzbischof von Hamburg, Dr. Werner Thissen, schrieb eine Empfehlung an den damaligen Präfekten des Päpstlichen Hauses, Mons. James Harvey, der im Vatikan für die Audienzen zuständig war. Die Antwort vom 6. Oktober 2004 lautete: "Gern ermöglichen wir die Teilnahme an der Generalaudienz. Dafür würden wir besonders bevorzugte Plätze zur Verfügung stellen. Im Anschluss kann eine Delegation den Heiligen Vater persönlich begrüßen sowie ein Gruppenfoto mit allen Teilnehmern gemacht werden." Als diese Nachricht bei Rudi Assauer eintraf, rief er den Añatuya-Beauftragten in Nütterden an und gab die Zusage für ein Benefizspiel von Schalke 04 in 2006/2007. Zeitpunkt und Gegner standen jedoch noch nicht fest.
Am 31. August 2005 gab es dann für Stalder mit Hilfe des Klever Wochenblattes noch einmal die Chance, dem Manager von Schalke 04 persönlich zu begegnen. Für eine Fußballspiel-Länge stand Rudi Assauer in unverwechselbarer Manier – nonstop Zigarre rauchend und ein Glas Bier in der Hand – 20 Wochenblatt-Lesern im Presseraum der Veltins-Arena Rede und Antwort. Auch Stalder nutzte die Gelegenheit, den Fußballmanager kennen zu lernen. "Natürlich habe ich ihn auf unsere Hilfsaktion angesprochen, auf unser Projekt, dass aus Hütten Häuser werden sollen", erinnert er sich. Assauer habe spontan geantwortet: "Wir sind dabei. Wir helfen." "Er hat mir sein Ehrenwort gegeben", blickt der frühere Añatuya-Beauftragte zurück. Zeitpunkt, Austragungsort und Gegner standen zu diesem Zeitpunkt noch nicht fest. Leider dauerte es dann nicht mehr lange, dass der Schalker Manager "entmachtet" wurde. Für die Fußballfreunde im Klever Land ging ein Traum zu Ende. Keiner seiner Nachfolger nahm sich sein "Ehrenwort" zu Herzen.

Audienz mit Papst-Autogramm

Wer das Glück hatte, an einer Generalaudienz mit Papst Franziskus in der großen Nervi-Halle des Vatikans teilnehmen zu dürfen, der kennt die wunderbare Atmosphäre, wenn der Nachfolger des heiligen Petrus zu den tausenden Besuchern und Pilgern aus aller Welt kommt, um sie in Audienz zu empfangen. Dabei ist es ein besonderes Privileg, Plätze in der Prima Fila, der ersten Reihe, zu erhalten, so dass eine kurze persönliche Begegnung mit dem Heiligen Vater möglich ist. Der Pfarrer von St. Antonius Abbas mit den Kirchen in Nütterden, Mehr und Frasselt, Jörg Monier, hatte in Begleitung des ehemaligen Pressesprechers des Internationalen Karl-Leisner-Kreises und langjährigen Beauftragten der „Aktion Añatuya“, Werner Stalder, das große Glück, mit Papst Franziskus zu sprechen.
Dabei befand man sich in einer erlauchten Gesellschaft. Neben Pastor Monier saßen der Präsident des Festkomitees des Kölner Karnevals von 1823, Christoph Kuckelkorn, und auch das Kölner Dreigestirn mit Prinz Marc I., der Kölner Jungfrau Catharina und dem Kölner Bauer Markus, dazu der Landeshauptmann des Burgenlandes in Österreich, Hans Niessl, in Begleitung von Bischof Ägidius Zsifkovics und die Deutsche Fußball- und Trainerlegende Ottmar Hitzfeld. Die Delegation aus Köln wurde von Rainer Maria Kardinal Woelki begleitet.
Pfarrer Monier überreichte dem Papst den Jahrespfarrbrief „Toni“ und ein kleines Bildchen von Bischof Gottau und sagte: „Heiliger Vater, wir beten für die Seligsprechung von Bischof Gottau an seinem 25. Todestag.“ Bischof Gottau, der sich mit selbstloser Hingabe für die Armen in seinem Bistum Añatuya einsetzte, starb am 24. April 1994. Auch Werner Stalder, seit 62 Jahren Mitarbeiter der Rheinischen Post in Kleve, hatte ein Buch mit Erinnerungen an den Diener Gottes und sagte dem Papst: „Wir helfen den Menschen in dieser armen Diözese Añatuya seit 45 Jahren.“ Sichtlich erfreut antwortete Papst Franziskus: „Bischof Gottau, wir haben zusammen gelebt.“

Sternsinger in Nütterden und Mehr

Die heiligen drei Könige machten sich in Nütterden und Mehr in mehreren Gruppen wiederum auf den Weg, um als Sternsinger den Menschen den Segen zu bringen und um eine Gabe für die medizinische Versorgung kranker Kinder im Bistum Añatuya/Argentinien zu bitten. Auch diesmal gab es ein großartiges Ergebnis: in Mehr 1.087,91 Euro und in Nütterden 3.301,65 Euro. Das Kindermissionswerk in Aachen leitet die Spenden an das Deutsche Medikamenten-Hilfswerk "action medeor". Von dort gelangen die Medikamente an das argentinische Patenbistum Añatuya. Den Sternsingern, ihren Begleitern und allen Spendern sei für ihren Einsatz von Herzen gedankt.

Gospelchor sang für Añatuya

Die Vorabendmesse zu Palmsonntag in der Pfarrkirche St.-Antonius-Abbas Nütterden wurde von einem Gospelchor aus der Eifel mitgestaltet. Auf Einladung von Heinz Onstein weilten die Sänger für einige Tage am Niederrhein. Der Chor mit derzeitig 45 Mitgliedern trägt den Namen „Gospel-Traces“ (Gospel-Spuren) und begeistert immer wieder bei seinen Auftritten die Zuhörer. Gospel (Gottes Wort) ausgedrückt im Gesang afro-amerikanischer Musik soll Traces (Spuren) in den Herzen der Menschen hinterlassen. Auf Wunsch der Mitwirkenden war die Kollekte für die „Aktion Añatuya“. Sie erbrachte den erfreulichen Betrag von 385,31 Euro.

Wechsel bei der Aktion Añatuya

Nach nunmehr 42 Jahren werden die Eheleute Werner und Elisabeth Stalder als Beauftragte dieser Aktion altersbedingt ihre Arbeit in jüngere Hände legen.

1974, also vor 42 Jahren, kam zum ersten Mal Bischof Georg Gottau in unsere Gemeinde, um über sein Bistum Anatuya in Argentinien zu berichten und um Hilfe für diese bitterarme Diözese zu bitten. In Kranenburg-Mehr besteht die Patenschaft seit 2003.

Die Eheleute Stalder haben in diesen Jahren die „Aktion Añatuya“ begleitet. Oft fanden die Bischöfe bei ihren Besuchen Aufnahme in ihrem Hause. Sie haben zahlreiche Benefizveranstaltungen für Añatuya engagiert. Ihnen ist es mit zu verdanken, dass diese lateinamerikanische Diözese weit über Nütterden und Mehr hinaus bekannt geworden ist.

Als Nachfolger hat Hans-Jürgen Jacobs aus Nütterden, Tel. 02826-7639, e-Mail: simondavid@t-online.de, die Verwaltungsaufgaben der „Aktion Anatuya“ übernommen.

Wir hoffen und wünschen, dass Sie auch weiterhin mit Ihren Spenden das Bistum Anatuya unterstützen.

Die Eheleute Werner und Elisabeth Stalder danken Ihnen im Namen der Mitchristen im fernen Argentinien von Herzen für Ihre wertvolle Mithilfe.

Die Spendenquittungen erhalten Sie weiterhin durch das Kath. Pfarramt St. Antonius Abbas in Kranenburg-Nütterden. Bitte geben Sie Ihre genaue Adresse an.

Vielen Dank!